Games'n'Politics: Quo vadis, Games-Journalismus?

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte - diesmal zu einem Thema, das auf VGT schön des Öfteren im Zentrum gestanden ist.

Die Auflagen der großen Videospiel-Magazine befinden sich im freien Fall: die „GameStar“ büßte von 2002 bis 2013 knapp 80 Prozent ihrer Auflage ein (2002: 365.000; 2013: 73.000), die „Computer Bild Spiele“ verlor 86 Prozent (2002: 736.000; 2013: 104.000) und die „PC Games“ sogar von ihrer Hochzeit 1999 (364.000) bis 2013 (49.000) knapp 87 Prozent ihrer Auflage. Natürlich hat sich im letzten Jahrzehnt das Nutzerverhalten geändert und die Websites der großen Magazine spielten eine immer wichtigere Rolle. Doch auch dies kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der große deutschsprachige Videospiel-Journalismus im Stillstand befindet.

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Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

Der Sturm im Let's-Player-Glas?
Spätestens seit der Implementierung der Online-Let's-Play-Plattform Twitch auf der aktuellen Konsolengeneration traute man der Netzadresse einiges zu. Doch jetzt wird auch dort - so scheint es - reglementierend hart durchgegriffen. Warum das, bei aller Ungeschicktheit seitens der Macher, dennoch bitter nötig sein könnte, erklärt Philip Kollar auf Polygon. 

Postkarte von Agata: Sommerlicher Einspruch

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Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns eine Postkarte - diesmal aus Phoenix Wright - Ace Attorney: Justice for All.

21. Juni, 10:00 Uhr Bezirksgericht Angeklagtenzimmer Nr. 2`

Mein Name ist Phoenix Wright und ich bin Ihr Strafverteidiger. Ich werde für Sie kämpfen und ich werde Ihre Unschuld beweisen. Das beruhigt Sie? Gut. Aber machen Sie sich nichts vor. Ich werde Sie vor dem Scheinwerferlicht nicht beschützen. Lüge und Wahrheit werden hier im Gerichtssaal wie auf dem Seziertisch zu liegen kommen, wie auch die Verstrickungen Ihrer Vergangenheit. Ihr Schicksal wird sich hier entscheiden. Ich bin Ihr Verteidiger, nicht Ihr Beschützer.

Games Pop: Green Jellÿ

Summer of Games Music! In den warmen Monaten versorgt euch VGT ab sofort in unregelmäßigen Abständen mit Games-Musik. Games-Pop-Trackwunsch? Sag's uns auf Twitter.

Gut ist anders, aber wir konnten es nicht besser wissen. Lassen wir den Blick zurückschweifen, hinter die sieben Berge und die drei mal sieben Jahre, die uns trennen von einer Epoche, deren Hosen breit genug waren um Dutzende verrutschte Herzen aufzubewahren: Es war, informationstechnisch gesprochen, eine seelenruhige Zeit. Was wir wussten über Musik erreichte uns über zerknitterte Radiowellen, zerfleddertes Papier, geraunte Ratschläge von Besserwissern und einem Typen mit Nietzsche-Gedenkschnauz, der hinter dem Tresen eines Plattenladens namens „Plattenladen“ stand.

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Kirk Hamilton denkt in seinem Artikel für Kotaku über den vermeintlichen Rückgang von wilden Sprachausfällen in Online-Begegnungen der Multiplayerlandschaften nach und kommt in diesem Zusammenhang auf eine Vielzahl von Überlegungen zu sprechen. Haben die Bösen, das heißt die beleidigenden Störer gewonnen? Ist Party-Chat only der richtige Weg? Braucht man für gutes Team-Play überhaupt Sprachunterstützung?

VGT goes GameStandard: Best of Indie Juli 2014

1682Sommer-Geheimtipp: Abyss Odyssey. Empfehlung!

Die monatliche Kooperation mit dem GameStandard zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.

Während sich die großen Publisher mit dem Blick aufs alles entscheidende Weihnachtsgeschäft traditionell ihre Releases fürs letzte Quartal aufheben - und sich dabei zum Teil heftigste Konkurrenzschlachten um das Gamesbudget ihrer Kunden liefern -, gibt es bei den kleinen Unabhängigen eigentlich keine Saure-Gurken-Zeit mehr. Monat für Monat erscheinen mehr Independent-Spiele - und das Early-Access-Modell hat diese Flut nur noch vergrößert.

Die bemerkenswertesten Frühstarts verdienen es, auch hier Erwähnung zu finden. Aktuell lassen sich etwa das hinreißend originelle “Sunless Sea”, und das düstere “Darkwood” per Early Access besuchen. Auch ein österreichischer Lokalmatador wirbt bereits vor der Fertigsteller um neugierige Spieler: Das originelle “Son of Nor” der Tiroler Entwickler stillalive ist seit kurzem für Unerschrockene als Work in Progress zu besichtigen.

"Breaking current popular culture": An Interview With Casey T. Brooks

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Casey T. Brooks, NYC based photographer and video artist,  recreates a fictional photographer's personal street photography in Los Santos of GTA V. His photo essay "You Only Live Forever" is a special kind of in-game photography, less concerned with high-gloss aesthetics or, indeed, videogame visuals, and instead concentrating on an aspect often underrepresented in gaming's world of non-stop spectacle: the mundane, the everyday, the ordinary and personal. 
 
Casey was kind enough to answer a few of my questions by email. 
 

Games'n'Politics: Zombies und Gesellschaftskritik in Videospielen

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte zum Thema. 

7.483 Tote“ heißt es in der oberen linken Ecke des Bildschirms. Durch das Bild fährt eine feuerspeiende Dampfwalze – Blut spritzt, die Zahl steigt. Moralische Bedenken gegen das Gemetzel muss man als Spieler von Dead Rising 3 aber nicht haben. Denn die, deren Eingeweide sich vor einem verteilen, waren sowieso schon tot: Sie waren Zombies.

Early Access: Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben

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Noch vor wenigen Jahren war eines quasi Gesetz: Wer ein Spiel entwickeln wollte, brauchte tiefe Taschen. Konzeption, oft jahrelange Entwicklung, Werbung, Vertrieb - bis der erste Cent hereingespielt war, vergingen schon einmal Jahre. Nur finanzstarke Publisher konnten “ihren” Entwicklern jahrelange Produktionszeiten vorfinanzieren. Zugleich gewährte man in sorgfältig orchestrierten Preview-Events ausgewählten Medien exklusiven Zugang zu den halbfertigen Titeln, damit diese bei der Leserschaft für die nötige Vorfreude - und die essentiellen Vorbestellungen - sorgen sollten. Der Tag des Releases entschied dann allzu oft über Gedeih und Verderb der Entwickler, die dem “großen Tag” traditionell unter oft menschenunwürdigen Crunch-Bedingungen entgegenmalocht hatten.

Inderst legt nahe 260714

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Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

Zu dem Thema „Hacker“ fällt mir eines sofort ein: „Hacker Pschorr“ – eine Münchner Brauerei. Nun, mit diesem „Fachwissen“ bin ich aber nicht alleine, denn offensichtlich verstanden die Filmmacher vergangener Jahrzehnt vom Hacken auch nicht viel mehr (böse Zungen munkeln, dass dies heute nicht grundlegend anders sei!). Kotaku hat eine YouTube-Clip aufgetan und ein wenig aufbereitet, der sich des Themas „Hacken in 1980er-Jahre-Filmen“ amüsant annimmt.