Inderst legt nahe 140914

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

Sich Geschichten nähern via Audio ist der Spielelandschaft ein noch immer gnadenlos unterschätztes Phänomen. "Sound is one of those things that people will immediately proclaim “This is super important we must have it” but not really have a solid explanation at to why it is (...)" Und um eben dieses "Why?" geht es in dem Artikel von Jaime Cross (seines Zeichens selbst Sound Designer).

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Games Pop: Austin Wintory

Austin Wintory, Schöpfer der Soundtracks von Journey, The Banner Saga und vielen anderen, hat aktuell seine Werke zum Pay-what-you-want-Preis auf Bandcamp.  Alleine für die wunderbare Musik bei diesen zwei außergewöhnlichen Spielen sollte man zuschlagen.

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Inderst legt nahe 060914

 

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

 

Reifer. Reifer. Spielentwickler

Auch auf der PAX Prime war das Nachdenken eines Teiles der Industrie über sich selbst und seine abgesonderten kulturellen Artefakte (vulgo: Spiele) präsent. "We've always had people who've attempted to use this medium for more than just 'shoot 'em in the face.' I think what's happening now is unprecedented access to consumers and the awareness the Internet allows us", meint zum Beispiel Richard Dansky, seines Zeichens Autor, der bereits an mehreren Tom-Clancy-Spielen arbeitete. Klingt nach Widerspruch aus gerade seinem Munde? Wir werden sehen.

 

The Games That Never Were: Sim Gotham

Sequels, re-boots, stagnation - it's a pity that games rarely attempt the revolutionary, the never-before-seen, or even the impossible. The Games That Never Were is a series of thought-experiments: Games that never existed, and that may very well never come to be. This time, Mike Grace from Haywire Magazine premieres as the first contributor in English - and takes us to a familiar place that's feeling brand new. I'd play that.

Gotham, the city, is almost as famous as it's playboy billionaire/chiropteran-influenced-superhero. Up until now, only vague fragments of the city have been released. With the latest release, you can finally go into the infamous city itself, see how it ticks, and influence its development.

The End of Gamers: Ein paar Klarstellungen

Dieser Text sollte zuerst eine Antwort auf einen Kommentar zu meinem Text "#GamerGeddon" werden, ist aber zu lang, um dort zu versickern. Der Ton ist deshalb kolloquialer als sonst. Vorsicht: lang.

Ein Kommentator stellte mir eine Frage anlässlich des von vielen journalistischen Seiten proklamierten "End of Gamers". 

Da wird einfach mal der Tod des Gamers proklamiert. Ähm, wie soll das gehen?
Die Gamer sind das Hauptelement einer Industrie, die mittlerweile größer ist als Hollywood. Dort wird richtig Geld verdient. Denkt ihr wirklich, dass diese Industrie sich nicht mehr nach diesen Spielern ausrichten wird? Weil... kotaku und Konsorten berichten, dass es sie nicht mehr gibt?
Oder ist das alles ganz anders gemeint? Ist das eher "kulturell" gemeint?
Auch das ergibt wenig Sinn, denn diese, wie oben beschrieben, geben den Takt vor.

Wenn man die Artikel, die angeblich den "Tod des Gamers" fordern, ohne Hysterie liest (Überblick hier) , sieht man, was wirklich gemeint ist. "Gamer" bezeichnet eben in diesem Zusammenhang nicht jeden, der spielt. Diese Abgrenzung geht NICHT von den Journalisten aus, sondern von einer gar nicht mal so bedeutsam großen Gruppe an Spielern, die sich selber zum Kern des Gamings erhoben haben. Core Gamer. True Gamer. Real gamer. Die, für die Leute, die Candy Crush spielen, keine Gamer sind. Die, die mit Selbstbewusstsein jenen Spielen, die ihnen nicht ins Konzept passen, absprechen, Spiele zu sein. Jene penetrante, laute Gruppe, die den allermeisten Menschen, die spielen, oft mal peinlich ist. 

VGT goes GameStandard: Best of Indie August 2014

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Die monatliche Kooperation mit dem GameStandard zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.

Die Welt der Indies ist groß und inzwischen ziemlich global, wie unter anderem das “Best of” des letzten Monats mit Titeln aus Indien und Südamerika bewiesen hat. Doch auch als Lokalpatriot hat man Gelegenheit, unabhängige Spielemacher aus eigenen Landen zu unterstützen: Obwohl Österreich keine großen Entwicklerstudios mehr zu bieten hat, machen zunehmend rotweißrote Indies auch international von sich reden. Neben dem vor kurzem vorgestellten “Son of Nor”, das derzeit noch in Early Access ist, haben in den letzten Wochen zwei andere bemerkenswerte Indie-Spiele ihre beeindruckende Entstehungsgeschichte abgeschlossen.

Zunächst ist da “Schein” (Windows, 6,99 Euro): Der clevere Puzzle-Plattformer in der Tradition von “Braid”, “Closure” und “Giana Sisters” entstand aus einer Studentenarbeit und hat bereits einige Indie-Preise abgeräumt. Vor kurzem ist das Spiel der Wiener Zeppelin Studios endlich erschienen und stellt anspruchsvolle Spieler vor knifflige Aufgaben: Dank innovativer Lichtpuzzles hat man sich die Selbstbeschreibung “wahrscheinlich schwierigstes Jump’n’Run des Jahres” redlich verdient.

Inderst legt nahe 300814

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

Der Rote Bulle und die Musik

Nichts macht so locker am Wochenende wie (bayerisch: "als wie") flott-kecke Musik (bayerisch: "a guade Musi")! Die Red Bull Music Academy, ein jährliches Workshop-Programm zur Förderung junger Künstler, findet 2014 zum ersten Mal in ihrer 16-jährigen Geschichte in Asien, genauer Tokio (mi amor!) statt. In sechs Episoden, die ab dem 4. September jeden Donnerstag veröffentlicht werden, erzählt die Web-Doku-Reihe "Diggin' In The Carts" die Geschichte der japanischen Videospielmusik. Unter dem Link findet Ihr schon einmal den Trailer.

#GamerGeddon

Dieser Text möchte nicht jene verhöhnen, die unter dem Hashtag #GamerGate in den letzten 24 Stunden aus ihrer Sicht untragbare Zustände im Games-Journalismus anzuprangern glauben. Stattdessen will ich mal erklären, warum dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist.

Viele der empörten Spieler, die sich unter der Fahne von #GamerGate zusammenfinden, glauben fest daran, dass gerade eine Vertuschungsaktion epischen Ausmaßes im Gange ist. Sie glauben, dass die etablierten Spielemedien - Print ebenso wie Online - mit aller Gewalt dabei sind, ihre eigene Verkommenheit und Bestechlichkeit zu vertuschen. 

Der Skandal, der aus der Sicht der #GamersGater nur der Gipfel des Eisbergs ist, ist jener um Zoe Quinn, die angeblich Sex gegen positive Berichterstattung geboten hätte. Doch in Wirklichkeit, so ist der Konsens der Empörten, geht es um viel mehr: eine ideologische Umerziehungsaktion Orwell'schen Ausmaßes, um die Seele dessen, was es heißt, "Gamer" zu sein.

Postkarte von Agata: Hotel California

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Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns eine Postkarte - diesmal aus Hotel Dusk: Room 215

Lieber Rainer,

glaubst Du, dass ein Hotelzimmer Wünsche erfüllen kann? Kyle, der mich per Anhalter zu diesem Hotel mitgenommen hat, hält es für völligen Bullshit. Allerdings hat sich Kyle im Verlauf dieser Geschichte auch recht schnell als ein ziemliches Ekel herausgestellt.

Inderst legt nahe 230814

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns ab sofort einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

Das Wandern ist des Spielers Lust

Auftakt mit dreister Eigenwerbung: Die Spaziergangswissenschaft,  vom Soziologen Lucius Burckhardt und seiner Frau Annemarie entwickelt und praktiziert, zielt darauf ab, seine Umwelt bewusster zu erfahren und wahrzunehmen. Diese Methode könnte man doch auch einmal als SpielerIn verfolgen!