Natürlich ist das zweite Spiel des Monats eines, das man spielen soll. Als Auftakt zur zweiten Themenwoche auf VGT hier eine Einstimmung und ein paar Gründe, warum Failbetter Games' Erstling ein Ausnahmespiel geworden ist.

Was: Sunless Sea PC, Mac 18,99 €

Wie im Klassiker Pirates steuern wir in Sunless Sea unser Schiff von Hafen zu Hafen, kaufen und verkaufen Waren oder kämpfen mit Seemonstern und Seeräubern. Größter Unterschied: Statt in der sonnigen Karibik sind wir dabei in quasiviktorianischer Zeit unter der Erdoberfläche unterwegs, auf der "Unterzee", einem riesigen Ozean im Erdinneren. Bei unseren Ausfahrten, die uns im Auftrag verschiedener Parteien, aber auch aus purem Entdeckerdrang aufs dunkle Meer führen, müssen wir stets ein Auge auf das körperliche und geistige Wohlergehen unserer Mannschaft haben.

Games can be more than mere entertainment. In our new column Alt+Home, intermedia artist Kent Sheely explores the ways independent developers are challenging the status quo, creating brand new experiences, and making a difference in the world.

In public service communities, such as those based on political activism, social work, and counseling, close empathetic attachment is a requirement for being good at the job. The ability to be compassionate and attentive to the needs of others is a wonderful gift, but often comes with the cost of personal well-being; thus, having a regimen of activities that allow the psyche to rest and recover is a necessary tool for making sure one’s own emotional batteries stay charged. This practice is generally known as “self-care,” and can entail any number of exercises, mental or physical, that keep the individual in good mental condition. Even for people who don’t work in the aforementioned areas, such activities can be invaluable for combating daily stress and psychological drain.

Auch im März ist der erste Montag des Monats wieder ein Modtag, an dem Stefan Köhler einen Abstecher in die Welt der Mods zu VGT beisteuert. Denn während vor etwa einem Jahr Grabungen in Neu-Mexiko zu Tage brachten, dass Atari dort 1983 tatsächlich Unmengen unverkaufter Exemplare des Spiels E.T. im Wüstenboden verschwinden ließ, gibt es, wie die aktuelle Kolumne zeigen wird, auch Modder, die auf ihren Schatzsuchen im Trümmerfeld erfolgloser Videospieltitel versteckte Perlen entdecken und deren Spielideen so aufbereiten, dass sie am Ende in neuem Glanz erstrahlen...

#04 – Renegade X (2009)

Der Dezember war dem Rückblick auf das Indie-Jahr 2014 vorbehalten und der Januar war einem Ausblick gewidmet - das macht dieses “Best of” zum ersten des Jahres. Ganz zu Beginn ein Hinweis auf zwei bemerkenswerte Indies, die die Plattform gewechselt haben: Zum einen gibt es den wunderbar originellen Physik-Plattformer “Yet It moves” der österreichischen Entwickler Broken Rules nun auch für Apples iOS-Geräte - wer das inzwischen schon fast klassische Geschicklichkeitsspiel noch nicht ausprobiert hat, hat nun auch mobil die Gelegenheit, diese Indie-Bildungslücke zu schließen.

Zum anderen ist mit “868-Hack” von Michael Brough ein absoluter Gameplay-Geheimtipp in die Gegenrichtung von iOS auf Steam gewandert: Wer sich nicht von der Brough-typischen Optik abschrecken lässt, bekommt ein wahres Kultspiel nun auch für Windows und Mac.

Doch natürlich gibt es auch reichlich Neues: Hier sind die besten Indie-Spiele der vergangenen Wochen.

Heute abend auf fm4: Eine neue Folge Extraleben, diesmal zum Thema Horror. Und ab morgen dann sieben Tage lang auf fm4.orf.at zum Nachhören!

Horrorspiele kommen in vielen Facetten daher: Manchmal genügen gruselige Soundeffekte in einem dunklen Wald, den wir erforschen müssen, ein anderes Mal werden wir von bizarren und entstellten Wesen gejagt. Interaktiver Horror hat den Vorteil, dass ihre Macher mehr dramaturgische Möglichkeiten haben als etwa im TV und im Film. Eingeschränkte Möglichkeiten etwa, sich als Spieler/in zu bewegen oder Waffen, die man nur unter bestimmten Umständen benutzen kann, machen Horror-Games zu einer sehr vielseitigen und packenden Computerspielgattung, die seit dem Aufstieg von Youtube auch in der "Let's Play"-Variante hocherfolgreich ist. Let them scream! Conny Lee, Rainer Sigl und Robert Glashüttner entdecken in einer neuen Ausgabe des Computerspielkränzchens FM4 Extraleben das Schreckliche und Unerklärbare und gehen einigen aktuellen und klassischen Werken auf den Grund.

Thomas Mahler, Mastermind hinter dem vielversprechenden "Ori and The Blind Forest", ortet in einem aktuellen Interview fehlendes Talent in Österreichs Games-Landschaft. Sein Kommentar soll als gut gemeinte Motivation dienen, wirkt stattdessen aber unkonstruktiv und ignorant.

Was wir noch sagen wollten: Unter dem Titel "Gesprächsstoff" sammelt die VGT-Autorenschaft ihre Gedanken zum Spiel des Monats im direkten Austausch, als Abschluss einer Woche zu einem Spiel - diesmal, als Auftakt, war es "The Binding of Isaac". Agata, Christof, Robert, Joe und ich im Gespräch. Wie zu erwarten war, ist es ziemlich länglich geworden.

Rainer: Los gehts! Binding of Isaac ist ein würdiges SdM #1, weil es bemerkenswert ist für mehrere Dinge: die nach Spelunky gelungenste und stilbildende Eigeninterpretation des Roguelike-likes, solides Gameplay, aber auch und vor allem durch den provokanten schlechten Geschmack, der sich durch das ganze Spiel zieht, vom Artwork bis zur Thematik.

Lieber Christof, lieber Rainer,

Welch glückliche Fügung, dass wir uns als erstes Spiel des Monats The Binding of Isaac vorgenommen haben! Als ich meinen Brief an euch ursprünglich verfasst habe, stand die Auswahl noch in den Sternen, nun aber hat es sich ergeben, dass sich die Pfade dieser beiden Serien kreuzen, was es mir erlaubt, mit meinem Beitrag zur monatlichen Diskussion auch unsere weitaus verwirrtere, unstrukturierte Roguelikeschau zu eröffnen. Also: Reden wir über Isaac, reden wir über Religion.

Es gibt ein Leben vor Super Meat Boy und The Binding of Isaac - immerhin macht Ed McMillen seit mehr als anderthalb Jahrzehnten Computerspiele. Die beiden Indie-Bestseller waren kommerzielle und kritische Erfolge nach langen wirtschaftlichen Durststrecken, und mit seiner Hauptrolle in der US-Doku Indie Game – The Movie avancierte der sympathische Bart- und Tattoo-Träger außerdem zu einem Säulenheiligen der Independent-Games-Szene. Schon lange vor dem Erfolg von Super Meat Boy und The Binding of Isaac erprobte McMillen seine ganz spezielle Ästhetik und sein Faible für mal geradliniges, mal absurdes Gameplay in kostenlosen Flashgames; im Folgenden ein kurzer Streifzug durch das Frühwerk eines Ausnahme-Entwicklers.

Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns ab sofort eine Postkarte - diesmal aus The Binding of Isaac: Rebirth.

Lieber Rainer, ich möchte Dir diese Postkarte nicht schreiben. Ich möchte niemals in diesen Keller gegangen sein, nicht all diese Scheißhaufen, Schmeißfliegen und toten Kinder gesehen haben. Ich bin nackt und verlassen. Es gibt nur dieses Elend oder den Tod.