Modtag!: Modderview Josh Romito (GTA V Redux)

Nach der ersten Runde in den Bänden 6, 7 und 8 des Gameskultur-Bookazines WASD und drei weiteren Folgen hier bei VGT präsentiert unser Gastautor Stefan Köhler nun endlich die lang erwartete dritte Staffel seiner etwas anderen Interviewreihe. In Folge 1 kommt dabei ein Modder zu Wort, dessen Überarbeitung die Grafik des Originals in den Schatten stellt, aber auch selbst in ein schlechtes Licht gerückt wurde…

Als der GTA V-Publisher Take Two die Entwickler des Modding-Tools Open IV im Juni 2017 mit einer Unterlassungsaufforderung zwang, ihr Programm nicht weiter zu entwickeln und zu verbreiten, da es für illegale Zwecke genutzt werden könnte, brach nicht nur ein Sturm der Entrüstung von Fans los, der sich in einer Häufung schlechter Spielrezensionen bei Steam niederschlug. Durch diese Forderung gerieten zudem andere Modifikationen für GTA V, die auf Open IV aufbauten, in Gefahr, nicht mehr zu funktionieren, bis sich der Entwickler Rockstar einschaltete und Take Two davon überzeugte, nicht weiter gegen Open IV vorzugehen.

Zu den dadurch ‚geretteten‘ Mods zählte auch das Programm GTA V Redux, das der Programmierer Josh Romito am 26. August 2016 in einer ersten Version veröffentlicht hatte und das von Texturen über Effekte hin zu Wetterphänomenen unzählige Details im Spiel so nahe wie möglich an die Realität heran brachte. Wenig später sah sich Romito allerdings Vorwürfen ausgesetzt, er hätte große Teile einer anderen Mod namens VisualV kopiert und als sein eigenes Werk ausgegeben. Romito wies diese Anschuldigungen zurück und darauf hin, dass es kein Wunder sei, dass es angesichts der Fülle an Mods, die das Ziel verfolgen, die (grafischen) Grenzen von GTA V auszureizen – wie etwa dem von Romito im Modderview genannten Programm GTA Realism –, auch mal ähnliche Lösungen gäbe.

Da sich Romito inzwischen aus der Entwicklung von GTA V Redux zurückgezogen hat, darf man nun gespannt sein, was genau das geheime Mod-Tool für GTA V ist, an dem er, wie er exklusiv im Modderview verrät, gerade arbeitet, und ob er noch genügend Zeit finden wird, es fertigzustellen, da er vor kurzem an die Universität zurückgekehrt ist, um als Student seine Informatikkenntnisse zu vertiefen…

Für alle, denen das Prinzip des Modderviews (noch) nichts sagt: Dieses wandelt sich von Interview zu Interview, da die Befragten nicht nur die an sie gestellten Fragen ändern/ersetzen können, wie sie es sonst mit Spieldaten tun. Durch ihre Überarbeitungen haben sie außerdem die Möglichkeit, Fragen im nächsten Modderview zu beeinflussen – nach dem Motto: „Don’t like the question? – MOD IT!“…

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