Gastautoren

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte.

Insgesamt 335.000 Besucher kamen Mitte August zur diesjährigen gamescom, der größten Videospielmesse der Welt in Köln. Rund 700 Aussteller präsentierten ihre aktuellen Spiele, Hardware und andere Neuigkeiten. Wie in jedem Jahr war auch diese gamescom ein riesen Games-Fest – ganz getreu dem Motto der Messe: „Celebrate the games!“

1695

Der folgende Text wurde mir von einem/einer Autor/in zugesandt, der/die ungenannt bleiben möchte. Er/sie schreibt: "Ich weiß leider aus Erfahrung, dass Spielejournalisten Kritik sofort persönlich und als Nestbeschmutzung brandmarken und enge Kontakte in Sippenhaft nehmen."

Deshalb erscheint dieser Text, der ein wichtiges Problem im Verhältnis zwischen Branche, Presse und Spielern thematisiert, auf VGT anonym.

Um Missstände in Politik, Gesellschaft oder Industrie aufzudecken, braucht es gemeinhin Informanten oder Whistleblower, die dank Insider-Wissen ein Problem in den Blick der Öffentlichkeit rücken. Bei Games-Medien braucht es die nicht. Missstände lassen sich für jeden in geradezu erschreckendem Ausmaß frei zugänglich im Internet mitverfolgen.

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte - diesmal zu einem Thema, das auf VGT schön des Öfteren im Zentrum gestanden ist.

Die Auflagen der großen Videospiel-Magazine befinden sich im freien Fall: die „GameStar“ büßte von 2002 bis 2013 knapp 80 Prozent ihrer Auflage ein (2002: 365.000; 2013: 73.000), die „Computer Bild Spiele“ verlor 86 Prozent (2002: 736.000; 2013: 104.000) und die „PC Games“ sogar von ihrer Hochzeit 1999 (364.000) bis 2013 (49.000) knapp 87 Prozent ihrer Auflage. Natürlich hat sich im letzten Jahrzehnt das Nutzerverhalten geändert und die Websites der großen Magazine spielten eine immer wichtigere Rolle. Doch auch dies kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der große deutschsprachige Videospiel-Journalismus im Stillstand befindet.

1683
Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns eine Postkarte - diesmal aus Phoenix Wright - Ace Attorney: Justice for All.

21. Juni, 10:00 Uhr Bezirksgericht Angeklagtenzimmer Nr. 2`

Mein Name ist Phoenix Wright und ich bin Ihr Strafverteidiger. Ich werde für Sie kämpfen und ich werde Ihre Unschuld beweisen. Das beruhigt Sie? Gut. Aber machen Sie sich nichts vor. Ich werde Sie vor dem Scheinwerferlicht nicht beschützen. Lüge und Wahrheit werden hier im Gerichtssaal wie auf dem Seziertisch zu liegen kommen, wie auch die Verstrickungen Ihrer Vergangenheit. Ihr Schicksal wird sich hier entscheiden. Ich bin Ihr Verteidiger, nicht Ihr Beschützer.

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte zum Thema. 

7.483 Tote“ heißt es in der oberen linken Ecke des Bildschirms. Durch das Bild fährt eine feuerspeiende Dampfwalze – Blut spritzt, die Zahl steigt. Moralische Bedenken gegen das Gemetzel muss man als Spieler von Dead Rising 3 aber nicht haben. Denn die, deren Eingeweide sich vor einem verteilen, waren sowieso schon tot: Sie waren Zombies.

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte zum Thema. 

Michael Schulze von Glaßers Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Auf VGT ergänzt Michael seine Videoserie um erweiternde Texte zum Thema. Eine Langfassung des folgenden Artikels ist in der fünften Ausgabe des Bookzines WASD erschienen und wurde auch von ZEIT-Online veröffentlicht.

1605

Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns eine Postkarte - diesmal aus Fez.
 
Lieber Rainer,
 
in der Dämmerung des frühen Morgens erwische ich die Eule am Wasserfall gerade noch: "Hexaeder, Oktaeder, Dodekaeder." Sie erzählt von Polyedern, platonischen Körpern, vollkommenen Einheiten des endlosen Raumes. Wie ihre athenischen Verwandten spricht sie Weisheit in Rätseln.
 
Endlich ist mir ein flüchtiger Blick in die Geheimnisse dieser Welt gelungen. Der verborgene Eingang hinter dem Wasserfall leuchtet in der Nacht golden auf. Das verfallene Portal führt mich in die Tiefen alter Minen. In dunklen Höhlen voller Stalagmiten und Stalaktiten vibriert das Echo in einem vorberechneten Rhythmus. Stumme Loren in verlassenen Schächten geben Zeichen. Hier ist nichts zufällig, alles kann eine Bedeutung haben.

Michael Schulze von Glaßers tolle Videoreihe "Games'n'Politics" wirft einen pointierten Blick auf die Schnittstellen zwischen Spielen, Gesellschaft und Politik. Anlässlich der aktuellen Ausgabe ergänzt Michael ab sofort exklusiv für VGT seine Videoserie hier um erweiternde Texte zum Thema. Spoiler-Warnung für Text und Video!

1555

"Bridging Worlds"  is a series by LA-based artist and VGT guest author Eron Rauch about the blurred line between games and art. These articles are intended as conversation starters about the burgeoning intersection between the fine art world, academic studies of games, virtual photography, and video game creation. 

Imagine the scene: Paris 1874. The city is still in turmoil from the massive fallout of the Industrial Revolution. There are wild all-night cabarets, horse races to bet on, and salons where drinks and culture are passionately discussed. A great obsession with all things Japanese is the fashion amongst the newly well-off as the world continues to grow smaller. You’re at a party, sipping champagne, talking about the most important art event in the Western world at the time, the Salon du Paris.