Lieblingskritiken 2018: Die besten deutschen Videospielartikel

Pascal von Indieflock ist mit seiner höchst löblichen Aktion “Lieblingskritiken” dieses Jahr auf VGT zu Gast.

Seine persönliche Top-Videospiele des Jahres Liste veröffentlicht nahezu jeder Blog, jedes Magazin, jeder YouTube-Channel am Jahresende. Das ist manchmal ziemlich unterhaltsam und hin und wieder sogar eine echte Bereicherung zu den über das Jahr verteilen, oft hervorragenden Kritiken, die zu den Spielen bereits geschrieben wurden.

Gerade diese aber gehen viel zu oft beinahe ungelesen unter, wenn sie nicht von einer ohnehin bekannteren Seite veröffentlicht wurden. Critical Distance ruft daher zum Jahresende seit einiger Zeit zum Einreichen von Artikeln beim This Year in Video Game Blogging auf. Dabei werden Reviews, Features, Kolumnen und sonstige spielerelevante Artikel – auch eigene – eingereicht und der erinnerungswürdigste Kandidat davon in eine Art Hall of Fame gehoben.

Das ist natürlich besonders toll für den Autoren dieses Siegerbeitrags, aber auch viele andere eingereichte Beiträge bekommen dabei Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihnen sonst verwehrt blieben. Inspiriert von dieser Aktion veranstalte ich unter dem Titel Lieblingskritiken seit zwei Jahren einen ähnlichen Aufruf im deutschsprachigen Videospiel-Blograum. Der Anklang war stets groß, obwohl mein Blog ein winziger ist. Dieses Jahr sollen die Lieblingskritiken hier, auf Videogametourism, gesammelt werden. Ich bin guter Dinge, dass dadurch noch mehr Menschen auf Artikel stoßen, die sie ohne die Aktion niemals kennen und lieben gelernt hätten!

Was darf alles nominiert werden?

Eingereicht werden können geschriebene Reviews, Features, YouTube-Videos, Fotomontagen, Bilderstrecken, Podcasts…alles, was sich kritisch mit Videospielen auseinandersetzt und zwischen 01. Januar und 31. Dezember 2018 veröffentlicht wurde. Egal, ob es aus einem winzigen Blog oder aus Deutschlands größtem Videospielmagazin stammt. Egal, welches Thema es behandelt. Ist es eine besonders hervorragende Kritik? Behandelt es mit wissenschaftlichem Anspruch, aber leicht verständlicher Sprache den Inhalt oder den kulturellen Kontext eines Spiels? Wird es auf lange Zeit erinnerungswürdig bleiben, weil es sich auf originelle Art und Weise mit einem wichtigen Spiel aus der Vergangenheit befasst? All das würde ich hier nur allzu gerne sehen. Einziges Kriterium: deutschsprachig muss es sein!

Wie wird eingereicht?

Am besten schreibt ihr euren Beitrag in das Kommentarfeld dieses Artikels. Auch über den Hashtag #Lieblingskritiken auf Twitter sammle ich Nominierungen. Bitte gebt unbedingt zu jeder Einreichung auch eine kurze Begründung an! Die wird am Ende der Aktion eurer Nominierung als Laudatio vorangestellt, damit jeder Leser sieht, warum der Artikel besonders gut ist. Die Begründungen sollten etwa so lang sein wie ein Tweet, also nicht mehr als 300 Zeichen.

Wer kann einreichen?

Selbstverständlich jeder! Ob ihr selbst bloggt oder einfach gerne lest. Und natürlich dürfen auch eigene Artikel eingereicht werden. Sucht euch euren allerliebsten aus!

Was passiert mit den Einreichungen?

Nach Ablauf der Einreichfrist werde ich die Beiträge nach und nach in gesammelten Posts veröffentlichen. Dabei wird eure Begründung, warum der Post erwähnenswert ist, als Laudatio dienen und den eingereichten Beitrag vorstellen. Die Lieblingskritiken sollen kein Wettbewerb sein, es wird also am Ende kein Sieger gekürt. Es geht mir eher darum, all die schönen Texte und Produktionen des Jahres 2018 mit der Aufmerksamkeit zu würdigen, die sie verdienen.

Bis wann darf eingereicht werden?

Einreichungen nehme ich bis zum 13.1.2019 23.59 Uhr an.

Warum nicht nur Text?

Ich bin ein großer Freund davon, geschriebene Artikel zu überfliegen, mehrfach zu lesen oder am Stück zu verschlingen. Ich liebe es, dass es mir Texte durch ihre Durchsuchbarkeit leicht machen, gute Passagen später wiederzufinden. Aber es gibt nicht wenige Audio- und Videoprojekte, die sich genau so umfassend oder durch ihren anderen Fokus viel besser mit bestimmten Aspekten eines Spiels beschäftigen. Ich möchte eine hervorragende Review nicht ausschließen, weil sie eingesprochen und nicht niedergeschrieben wurde.

Was noch?

Es wäre fantastisch, wenn ihr diesen Post hier weiterverbreiten würdet – an Freunde, die ebenfalls Spielemedien konsumieren, auf Twitter (unter dem Hashtag #Lieblingskritiken) etc. Vielleicht habt ihr ja einen Podcast, in dem ihr auf die Lieblingskritiken-Aktion aufmerksam machen wollt? Und natürlich dürft ihr gerne eigene Listen auf euren Blogs veröffentlichen und sie mir in den Kommentaren oder über Twitter zukommen lassen!

Vielen Dank an alle, die mitmachen wollen! Ich würde mich sehr freuen, wenn euch die ruhigere Zeit zwischen den Feiertagen dazu anregt, einige neue Artikel und Formate zu durchstöbern und kennenzulernen.

Autor: 
Gast

Kommentare

https://gamefusion.de/2018/04/dont-cry-for-me-game-director-die-traenen-...

Der Artikel "Don’t Cry For Me, Game Director – Die Tränen eines Verkäufers" von Tim Slansky auf Gamefusion.de behandelt das Thema, warum es problematisch ist, als Game Director am Release-Tag "weinend" von seinem eigenen Sohn zu sprechen. Und warum es, egal ob gewollt oder nicht, einen Effekt auf das Spiel hat(te).

Eigentlich, ist es keine Videospielkritik: so wie "0°N 0°W" auch kein Videospiel ist. Es ist eher ein Erlebnis, eine Erfahrung, eine sehr persönliche sogar. Ein Ausflug in die farbenfrohe Vielfalt der Welten. Mit ein Bisschen Kunstgeschichte. // Sorry für die Eigenwerbung.

Der Beitrag zeigt auf einfache Weise ein Problem, das den meisten Spielern gar nicht bewusst ist, da sie selbst nicht oder nur wenig davon betroffen sind. Dennoch sollte dieser Hinweis ein Denkanstoß in verschiedene Richtungen der Videospiel-Branche sein.

Mein Vorschlag ist genau genommen gar keine Kritik, sondern viel mehr ein Erklärungsversuch auf die Frage, weshalb PC-Spiele bislang nicht auf Blurays erscheinen. Vor allem die historischen Daten und Begründen sind interessant.

Ich bin zwar ein wenig befangen, da Lena eine meiner Kolleginnen bei Unlimited Ammo ist, aber für mich sind die beiden Risen-Videos, die zusammen hängen, wirklich das beste was der deutschsprachige Raum zu bieten hatte.

Hier ist noch der Link zum zweiten Teil:
https://www.youtube.com/watch?v=u1aZI9dktr4

Mich hat 2018 das Review von Videospielwissenschaft.de beeindruckt.
Optisch hat es mich an alte Zeitschriften erinnert und inhaltlich ist das Review knapp, neutral und aussagekräftig geschrieben. Auch die pädagogische Beurteilung war mal eine frische Note im sonst doch sehr einheitlichen Reviewbrei.
Kein unnötiger Clickbait, kein Speichellecken. Einfach eine Darstellung und jeder kann sich selbst eine Meinung aus dem Review bilden.

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