Modtag! Modderview Eyaura

Nach der ersten Runde in den Bänden 6, 7 und 8 des Gameskultur-Bookazines WASD und vier weiteren Fragebögen hier bei VGT präsentiert unser Gastautor Stefan Köhler nun endlich die zweite Folge der dritten Staffel seiner etwas anderen Interviewreihe. Außergewöhnlich ist diesmal zudem, dass die befragte Person erstmals weiblich ist, aber auch, dass sie seit fast zwölf Jahren an ihrer Modifikation werkelt.

Modderview – Staffel 3 – Folge 2: Eyaura (G-String)

Treue Leser der früher monatlich erfolgenden Abstecher in die Welt der Spielüberarbeitungen werden sich vielleicht noch daran erinnern, dass eine vor zwei Jahren erschienene Ausgabe der Modtag-Kolumne bereits ein Projekt der japanischen Entwicklerin Eyaura vorstellte. Wie man dort (nach-)lesen kann, sollte die finale Version ihrer Half-Life 2-Modifikation G-String eigentlich 2016 veröffentlicht werden, nachdem fünf Jahre zuvor schon eine Beta-Version als Download zur Verfügung gestellt worden war. Trotz Hilfe anderer Modder wie des im Fragebogen genannten Programmierers Biohazard und der moralischen Unterstützung von Fans, die sich auf ModDB, einer Datenbank für Spielüberarbeitungen, über jedes Lebenszeichen freuten, wurde das zuvor genannte Ziel aber leider nicht erreicht. Auch Stand jetzt bleibt weiterhin unklar, wann G-String endlich vollendet werden wird.

Ein Grund hierfür ist bei einer sich lange in der Entwicklung befindenden Software sicher die Zeit kostende Anpassung an die stetig fortschreitende Technik. So entschloss sich auch Eyaura dazu, ihre Daten von der 2007er-Version der Source Engine, also des Programmgerüstes, das Half-Life 2 zu Grunde liegt, auf die aktuellere Version aus dem Jahre 2013 zu portieren. Dass die Source Engine in die Jahre gekommen ist, zeigt sich auch darin, dass ihre Entwicklungswerkzeuge (SDK = Software Development Kit) Änderungen nicht wie heute üblich sofort darstellen (realtime feedback), sondern für jedes Detail erst wieder alles neu berechnet (rekompiliert) werden muss. Im Falle von G-String könnte die lange Wartezeit aber am Ende auch ihr Gutes haben, da so auch Virtual Reality (VR) durch Brillen wie die Oculus Rift angeboten werden kann, was eine mit der Source Engine für unmöglich gehaltene, aber in der Modifikation realisierte Weltraumschlacht bestimmt noch beeindruckender erscheinen lassen wird …

Für alle, denen das Prinzip des Modderviews (noch) nichts sagt: Dieses wandelt sich von Interview zu Interview, da die Befragten nicht nur die an sie gestellten Fragen ändern/ersetzen können, wie sie es sonst mit Spieldaten tun. Durch ihre Überarbeitungen haben sie außerdem die Möglichkeit, Fragen im nächsten Modderview zu beeinflussen – nach dem Motto: „Don’t like the question? – MOD IT!“…

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