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Wie schön! Ein Magazin für Games-Interessierte, die mit den gängigen Fachmagazinen und ihrer Mischung aus PR-Erfüllungsgehilfentum und Wertungskasten nichts mehr anfangen: WASD ist ein Bookzine, ein Mittelding zwischen Buch und Magazin, das zum schönen Thema "Tasty Trash" Texte zu Spielen versammelt. Auf über 200 Seiten finden sich Artikel von namhaften deutschen Games-Denkern, meine bescheidene Wenigkeit und VGT-Kollege Robert Glashüttner inklusive.

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Das Medien-Rambazamba rund um die bevorstehende Veröffentlichung der Wii U hat klar gemacht, wie alt die aktuelle Konsolengeneration eigentlich schon ist. Ende 2005 ist die Xbox 360 erschienen, ein Jahr später war die technisch hinterher hinkende, aber innovativere Wii dran. Weit über fünf Jahre sind diese Markteinführungen nun her und doch wird einem das im Alltag erstaunlich selten bewusst. Sony und Microsoft halten ihre Konsolen jung indem sie ihnen teure Bewegungsperipherie spendieren, ausgefallene und dekadent glänzende Controller in limitierter Auflage produzieren und ihre Online-Services mit frischem Content, Multimedia-Angeboten und Community-Aktionen pflegen.

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Diese Woche: Ein Bild vom Wegesrand in DiRT 3, geknippst von Mr. Iain Andrews. Andernorts grad aktuell: Unabhängigkeitserklärungsbedarf

If you don't know where you are going, any road will get you there.
Lewis Carroll

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Warum eigentlich spielen? Nie werden Games so cineastisch sein wie Filme, nie werden sie uns so tief in die Psyche ihrer Figuren eintauchen lassen wie Bücher, und die Unmittelbarkeit und Spontanität von Liveperformances wie in Theater oder Kleinkunst können auch die besten Online-Erlebnisse kaum übertreffen. Ein einziges Alleinstellungsmerkmal haben Spiele den arrivierten Medien voraus: Sie ermöglichen es, Mechanismen am eigenen Leib zu erfahren, sie nicht nur beschrieben zu bekommen, sondern sie selbst zu erleben. Dass man dabei auch was lernen kann, ist ein positiver Nebeneffekt - auch wenn beim Begriff "educational game" gern alle gewohnheitsmäßig schreiend davonlaufen. Hiergeblieben: High Tea lehrt uns Kolonialgeschichte.

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Unsere Beziehung zu Produkten der Unterhaltungselektronik ist von Hassliebe geprägt. Je nachdem, wie technikaffin man ist, wie schick etwas aussieht und wie intuitiv das jeweilige Gadget oder Gerät gestaltet wurde, desto mehr tendiert das Verhältnis entweder in Richtung Fetischismus oder Fatalismus. Cholerische Naturen werden mit ihrer Hardware gerne auch handgreiflich, was im Fall von Computern und Controllern aber mehr an der Hartnäckigkeit von Spielen und Software liegt und weniger an den Geräten an sich.

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Es freut mich, ein neues wöchentliches Feature vorzustellen zu können, für das ich gerne die VGT-Formatvorgabe für Bilder verlasse: Ab sofort wird der von mir sehr geschätzte und hier bereits gewürdigte Iain Andrews von Steam Postcards auf dieser bescheidenen Seite wöchentlich eine seiner In-Game-Fotografieren präsentieren - Videogametourism im Wortsinn. Nach einer kreativen Pause ist er übrigens gerade dabei, in Max Payne 3 und Alan Wake wieder auf Fotosafari zu gehen - neue Postkarten sind also grad in Produktion.

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Seufz. Es ist schwer, Computerspiele als Medium zu verteidigen. Gewalttätig seien sie, so hört man regelmäßig von Kritikern jeden Kompetenzgrads, trash, infantil, als Kunstform nicht ernstzunehmen. Es ist mühsam, immer wieder gegen dieselben Vorurteile anzureden, es braucht Zeit und Nerven, die Skeptiker mit Positivbeispielen davon zu überzeugen, dass Games mehr sein können als nur pubertäre Gewaltfantasiebefriedigung, die hauptsächlich von sozial unterbelichteten pickeligen Jungs unter 17 konsumiert wird.

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Proudly presenting: Wir freuen uns, die neue monatliche Kooperation mit dem GameStandard, der Games-Seite der größten österreichischen Online-Tageszeitung Der Standard, heute erstmals zu präsentieren. Im Monatsrhythmus soll dabei ein Rückblick auf die interessantesten Games abseits des Mainstreams gegeben werden. 

Erstbesucher auf VideoGameTourism seien auf unser Mission Statement verwiesen. Stay Indie! 

Best of Indie: Mai

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Gutes Grafikdesign macht einen Unterschied. Umso bedauerlicher, dass grafiksensible Menschen - oder allgemein solche, die ein Fünkchen Ästhetik in sich haben - beim Kauf von Spielen oft spontane Erblindung herbeisehnen. Ja, es ist wirklich so schlimm.