Best of Indie

Das jährliche europäische Indie-Familientreffen, die Amaze Berlin , ist kaum über die Bühne gegangen, schon verlangt ein weiterer Schwung außergewöhnlicher Spiele unabhängiger Entwickler Aufmerksamkeit. Es fällt schwer, in der beständig wachsenden Flut an kleinen und gar nicht so kleinen Spielen die Übersicht zu bewahren, und mit der Masse kommt auch viel Durchschnitt und leider auch Unterdurchschnittliches auf die Bildschirme. Indie ist, wie des Öfteren thematisiert , längst nicht mehr “Underground”, doch die Zahl wirklich außergewöhnlicher Spiele, die so niemals im traditionellen Publishermodell verwirklicht worden wären, steigt und steigt.

Zwei der erfolgreichsten Indie-Neuerscheinungen habe ich im GameStandard bereits mit ausführlichen Rezensionen gewürdigt: Das faszinierende Fabrikspiel Factorio (Windows, Linux, Mac, 20 Euro) begeistert seine Spielerinnen und Spieler diesen Monat ebenso wie der herzallerliebste Pixelbauernhof von Stardew Valley (Windows, 13,99 Euro) - und beide Spiele beweisen durch ihre enthusiastische Aufnahme auf Steam, dass “kleine” Spiele auch neben den großen AAA-Blockbustern große Erfolge feiern können.

Aber auch abseits dieser beiden Perlen bringt der Frühling bemerkenswerte Spielen für Freunde des Indie-Spiels. Hier sind die spannendsten Neuerscheinungen der letzten Wochen.

Der Januar war dem Vorausblick gewidmet, darum ist das erste “Best of Indie” des Jahres besonders fett ausgefallen. Es gab aber auch schon einigen Grund zur Begeisterung in diesem jungen Jahr: Mit “That Dragon, Cancer” ist ein emotional beeindruckendes Games-Experiment erschienen, das düstere “Darkest Dungeon” hat ebenso seine Early-Access-Phase verlassen wie das gruselige “Layers of Fear”, das schöne “Unravel” beweist, dass sich auch große Publisher wie Electronic Arts mit unabhängig entwickelten Spielen schmücken wollen und “Bug Butcher” liefert Arcade-Kost aus Österreich.

Auch abgesehen davon waren die ersten beiden Monate außergewöhnlich dicht, was Indie-Perlen angeht; im Folgenden deshalb ein X-Large-Überblick der Highlights, die Freunde des Indie-Spiels nicht verpasst haben sollten.

Der PC war und ist die Ursuppe, aus der die meisten Indies an Land steigen, doch 2015 dürfen sich auch Konsolenbesitzer immer häufiger auf Spiele aus Independent-Kreisen freuen - auch wenn’s manchmal, wie bei den vorgestellten Titeln dieses Monats, noch ein wenig dauern kann, bis die Titel auch in den Downloadstores der Wohnzimmerspielgeräte landen.

Und auch wenn Lichtschwertkämpfe und Ausflüge ins verstrahlte Boston im Moment viele Spieler an die “großen” Titel fesseln, kommen zeitweise Entspannungstrips in ganz andere Gefilde gerade recht. “XCOM”-Freunde, besonders aufgepasst: Hier sind die spannendsten Indie-Titel der vergangenen Wochen.

Was für ein Herbst: Während erst langsam die großen Blockbuster-Schlachtschiffe warmlaufen, überschütten die unabhängigen Entwickler ihre Spielerinnen und Spieler mit Indie-Kleinoden en masse. Zwei der bemerkenswertesten wurden bereits ausführlich im GameStandard rezensiert und seien hiermit noch einmal in Erinnerung gerufen: einerseits das außergewöhnliche The Beginner’s Guide, das neue Spiel des Machers des Kultspiels “The Stanley Parable”, andererseits die nach langjähriger Entwicklung vor kurzem final erschienene Gefängnis-Aufbausimulation “Prison Architect” . Beide hätten einen Fixplatz in diesem “Best of” verdient - weil sich aber gar so viele andere bemerkenswerte Spiele aufdrängen, muss an dieser Stelle ein Verweis auf diese Ausnahmespiele reichen.

Denn auch der Rest des Indie-Erntedankfests ist höchst empfehlenswert. Hier ein Überblick über die bemerkenswertesten neuen Indie-Spiele des letzten Monats.

Der Indie-Begriff mag - schon fast solange es ihn gibt - in der Krise sein, doch eigentlich macht das für Spieler gar nichts: Nie gab es eine größere Auswahl an kleinen und mittelgroßen Spielen für wirklich jeden Geschmack. Das beweist auch die septemberliche Auswahl der bemerkenswertesten Indie-Neuerscheinungen - von Hochglanz bis Retro, von Postapokalypse bis Märchenwelt.

Nach E3 und Gamescom liegt die klassische Spieleindustrie im Sommerschlaf vor dem Vorweihnachtswahnsinn - die unabhängigen Entwickler hingegen kennen kein Sommerloch. Auch im August sind wieder Indie-Spiele in großer Zahl erschienen, und noch dazu heiß erwartete, von wahren Stars der Szene. Dabei wird es immer schwieriger, dem unbescheidenen Titel dieser GameStandard-Serie gerecht zu werden: Wenn Monat für Monat buchstäblich hunderte kleine und gar nicht so kleine Spiele unabhängiger Entwickler auf den Markt drängen, wird die Auswahl der “Besten” zunehmend schwierig.

Ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack und pseudoobjektiver Zahlenbewertungen will sich das monatliche “Best of Indie” aber auch weiterhin als Wegweiser zu den Highlights in diesen täglich wachsenden Dschungel verstanden wissen - dass da noch mehr ist, und dass im Rahmen einer monatlichen Serie natürlich viel ebenfalls Gutes nicht aufgezählt werden kann, muss kaum extra betont werden.

Nun aber zum Sommerausklang à la Indie: die bemerkenswertesten Neuerscheinungen unabhängiger Entwickler im August.

Auch wenn der PC nach wie vor das Zuhause der allermeisten Indie-Spiele bleibt, wandern mehr und mehr davon mit der Zeit auch auf andere Plattformen - einfachere Tools und ein interessiertes Publikum machen’s möglich. Besonders Mobile-Spieler kommen aktuell mit ein wenig Verspätung in den Genuss großartiger Indie-Spiele: Das düstere Antikriegsspiel “This War of Mine” ist etwa vor kurzem auch für iOS und Android erschienen. Auch “Don’t Starve” , die unverschämt erfolgreiche und charmante Survival-Sandbox, hat den Sprung auf iOS geschafft, ebenso wie das fantastische “Legend of Grimrock”.

Sonys andauerndes Engagement um die unabhängigen Entwickler macht sich bemerkbar: Die PlayStation bleibt mit Vorsprung die “Indie-Konsole” Nummer eins - zumindest bislang. Mit dem Director’s Cut von “QUBE” und dem grafisch und atmosphärisch außergewöhnlichen “The Vanishing of Ethan Carter” landen aktuell zwei weitere bekannte Indie-Perlen auf Sonys Konsole. Ob man das soeben ebenfalls für PS4 portierte “Journey” als Indie-Spiel durchgehen lässt, hängt wohl von der Strenge der Begriffsdefinition ab; die Freude an der Seelenwanderung dieses außergewöhnlichen Spiels ist aber so oder so ungeschmälert.

Natürlich hat Indie auch im Sommer Saison und es warten einige empfehlenswerte neue Titel auf Freunde des “kleinen” Spiels. Hier sind die besten Indie-Titel der letzten Wochen.

Auf der E3 gab’s einen Ausblick auf die Indie-Hoffnungen der näheren (und weiter entfernten) Zukunft - einige davon habe ich im GameStandard bereits vorgestellt. Wer auf der Suche nach außergewöhnlichen Spielideen ist, findet aber ohnedies jederzeit bereits veröffentlichte Indie-Games, die so gut wie jeden Geschmack abdecken.

Auch im Juni haben uns die Titel unabhängiger Entwickler begeistert - hier ein Überblick über jene Titel, die besonders im Gedächtnis geblieben sind.