Essay

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Mit diesem Text in dem ganz nebenbei der Beweis erbracht wird, dass Gone Home tatsächlich und unbestreitbar ein Spiel ist begrüße ich Christof Zurschmitten als Mitautor auf VGT. Aufmerksame Leser erinnern sich sicher an seinen grandiosen Beitrag zu TGTNW und unseren Briefwechsel zu Year Walk. Ich freue mich willkommen! RS

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Alle tun es, keiner spricht darüber - aber hiermit hat das Schweigen ein Ende. Vier Betroffene berichten von ihrer persönlichen Beziehung zu einem Spiel, das durch die 'Daily Challenge' einen sozialen Aspekt dazugewonnen hat. Wir finden: Spelunky ist jetzt schon ein Klassiker des Gamedesigns.

Vier Blickwinkel auf ein Spiel, vier Texte, vier Spelunky-Opfer ... und der Tempel des Todes.

Robert Glashüttner ...

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In recent years, Vienna, Austria, has become a very vibrant place for videogame culture, with the most important hub being the games initiative SUBOTRON, founded in 2004. About two to three SUBOTRON events with local and international speakers take place in a smaller, but often crowded venue at the Wiener MuseumsQuartier every month, with the scope of content ranging from scientific talks (Arcademy) to more practical panels about certain aspects of how to get your foot into the industry.

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Spoilerwarnung. Was sonst? Also zuerst Gone Home spielen, erst dann diese - ich sag's gleich - recht selbstreferenziellen Meditationen weiter unten lesen. Ja, das ist ein beinhartes Ausleseverfahren hier im verhipstertsten Intellektuellen-Gaming-Blog der Wahl. Hab ich schon Dwarf Fortress gesagt? Im Ernst: Spoiler.

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Heldentaten, verzweifelte Rückzugsgefechte, aussichtslose Himmelfahrtskommandos: Viele Spieler können beeindruckende Geschichten von ihren Erlebnissen in virtuellen Welten berichten. Besonders wenn man als Spieler nicht nur gegen den meist berechenbaren Computer, sondern online gegen menschliche Mitspieler antritt, können Spiele zum Teil atemberaubende Erlebnisse hervorbringen, die an Dramatik und Spannung jedem Film überlegen sind - vor allem, weil man selbst im Mittelpunkt steht.

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923BTW: Warum gibt's eigentlich keine weibliche Hauptfigur, Rockstar? Nicht mal eine von drei?

Die Gamesbranche ist eine Hype-Maschine: Der Jahrmarkt E3 mit seinen Teaservideos und großen Versprechungen ist kaum vorbei, und schon bringt ein weiterer Blick in die Zukunft das Blut der Gamergemeinde in Wallung. "Grand Theft Auto 5" (GTA 5) ist einer der am sehnsüchtigsten erwarteten Titel des Jahres, und das erste offizielle Gameplay-Video bietet genug Stoff für Analyse, Vorfreude und den üblichen Vorab-Hype.

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The Last of Us ist toll. Und zugleich ist es eine Enttäuschung. Denn so atmosphärisch, cinematisch und mitreißend es auch ist: Es verkörpert keine mögliche Zukunft des Spielens, sondern eine Vergangenheit, die sich schon genauso lange festkrallt wie die laufende Konsolengeneration.

Allein darin hat es Gemeinsamkeiten mit einem anderen großen Titel des Jahres, deshalb erinnern wir uns kurz an Infinite und seine Rezeption zurück. (By the way: Dass uns das alles jetzt schon wieder vorkommt, als wäre es vor hundert Jahren passiert, ist eigentlich der erschütternde Beweis dafür, dass die Branche, der Diskurs und auch die Spieler in einem kurzlebigen, nervösen Zwang zum Dauerkonsum samt Wegwerfmentalität feststecken. Aber das ist eine andere Baustelle.)

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Narration versus Gameplay, Erzählen versus Erleben, Narratologen versus Ludologen - es ist so etwas wie die älteste akademische Fehde der Game Studies, und ich selber finde mich, je mehr ich darüber nachdenke, immer weniger darin zurecht. Dem Erzählen habe ich jahrelang die Treue gehalten, in den letzten Jahren zog es mich eher Richtung Gameplay, und jetzt, anlässlich dreier ganz unterschiedlicher kleiner Beispiele, betört mich wieder die Macht des Erzählens, die Suche nach der Antwort auf eine Frage - das, was Neil Gaiman, im Vorwort zu Stories so treffend the four words nannte: