The Games That Never Were: Minion Mob Mayhem

Stagnation, Aufgewärmtes, Sequels: Wer sagt, dass es bei Games nicht noch Platz für revolutionär Neues, für Unerwartetes, Abwegiges oder schlicht: das Unmögliche geben darf? The Games That Never Were ist ein Gedankenexperiment: Spiele, wie es sie nie gegeben hat und so auch wohl nicht geben wird. Diesmal erzählt uns Dan Heck von Pixeldiskurs von seinem Spiel, das so wohl nie sein wird.

„Wo kommen eigentlich all die kleinen Babys her?“ fragt mein hypothetisches Töchterchen. Ich sehe mich in ferner Zukunft zusammenzucken und innehalten, vor meinem 12k-Screen, die Augmented-Reality-Brille mit HUD-Erweiterung auf der Nase und die Hände in Motion-Handschuhen. Es gibt Fragen, die erwischen einen eiskalt. Vor allem dann, wenn sie aus Kindermund stammen und das dazugehörige Kind, aus seinem Mittagsschlaf erwacht, plötzlich im Büro vor Papas Daddelecke steht.

Inderst legt nahe 131014

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen - diesmal mit kleiner Verspätung.

Jetzt noch mal...aber cleverer

Sehr oft ist unter Spieleforschern der mahnende Satz zu hören: „Vergesst nicht die Spiele-Entwickler!“ Zurecht, denn für viele unterschiedliche Fragestellungen bilden sie eine äußerst wertvolle Quelle. „There are a number of shining examples of crossover of industry knowledge into academia or vice versa (these are the subject of a different blog post) but these are unfortunately exceptions to the rule.“ Anhand der Diskussion rund um das Thema AI nähert sich Julian Togelius dem Thema.

 

Gemeinsam nach der Apokalypse

Dieser Essay ist ein Gastbeitrag von Agata Góralczyk.

Wenn die Welt zu Grunde geht, will niemand alleine sein. Wer das Ende der Welt überlebt hat, schließt sich mit anderen Menschen zusammen und schöpft aus der Kraft des Miteinanders. So hat es mir zumindest meine Großmutter über die Zeit nach dem Krieg erzählt.

Ich stehe in einem blauen Trainingsanzug vor einer versiegelten Schleuse: Bunker Nr. 13, in dem ich bisher mein ganzes Leben verbracht habe. Ratten knabbern an meinen Schuhen. Es ist dunkel und fremd hier. Ich bin alleine. Ich weiß es noch nicht, aber ich werde bis zum Ende des Spiels alleine bleiben.

Ich mache mich in Fallout auf die Suche nach einem Wasserchip, den mein Bunker dringend zum Überleben braucht. In Shady Sands - einer bäuerlichen Siedlung, auf die ich Gott sei Dank nach kurzer Suche treffe - haben sie viel geschafft. Sie haben nach dem atomaren Weltuntergang einen Ort aufgebaut. Sie züchten Vieh und bauen Gemüse an. Sie haben eine funktionierende Wasserversorgung in dieser Wüste. Es gibt einen Arzt, einen bedachten Anführer und eine Stadtmauer. Niedrige Häuser aus rohem Stein, gerade Feldreihen und gebeugte Rücken zeugen von Entbehrung, harter Arbeit und einer starken Gemeinschaft.

Orks wie du und ich

Shadow of Mordor ist ein wunderbar gelungenes Spiel, das vielleicht als Erstes einen Schritt weg von der zu Tode ausgeleierten Formel von Assassin's Creed und gefühlt allen Open-World-Spielen der letzten zehn Jahre zu gehen wagt. Es ist Monolith nicht nur gelungen, einen stundenlang motivierenden Kern von Action-Gameplay elegant und konstant fordernd mit den Systemen des RPGs zu verbinden - das macht man ja heute allgemein so -, sondern auch, eine sich entwickelnde und reagierende offene Welt zu schaffen,  deren Bewohner sich einmal nicht wie seelenlose Automaten oder Gegner von der Stange anfühlen. Shadow of Mordor erweckt die gewaltige Heerschar Mordors zum Leben, bestehend aus Orks, Uruks und so manchen anderen pittoresk entstellten Albtraumgestalten, lässt sie leben, untereinander um Vorherrschaft ringen, einem Tagesablauf folgen, sich versammeln, flüchten und sich unterhalten. 

Dann stattet uns das Spiel lediglich mit tausend Wegen aus, sie effizient, brutalst und rücksichtslos zu vernichten.

Inderst legt nahe 041014

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

A sense of place

Passend zum neulich herausgebrachten Game-Studies-Sammelband von Christian Huberts und Sebastian Standke über den Begriff der Atmosphäre in digitalen Spielen hat Tim Hijlkema 23 bekannte Orte in Videospielen besucht (oder heimgesucht?) und sie einem visuellen Make-Over in HD unterzogen. Statt des Rätselspiels „Kennt Ihr sie alle?“ sollte man einfach schweigen und die Bilder auf sich wirken lassen.
 

Games-Radio: fm4-Extraleben am 2.10.

Diese Woche am Donnerstag abend gibt's wieder eine Portion Extraleben auf fm4 - entweder ab 20 Uhr on air oder danach eine Woche lang zum Stream auf fm4.orf.at.

Thema diesmal: "True Gamer".

Die Vielfalt und die Intensität, in der wir heute Kulturprodukte konsumieren und reflektieren können, sind gegenwärtig wohl so hoch wie noch nie. Umso größer ist deshalb bei vielen der Wunsch, sich zu spezialisieren, seinen eigenen Bereich oder “sein” Medium zu finden, dem man sich dann im Speziellen widmet - das kann Literatur oder Film oder auch Spielkultur sein. Wer sich allerdings welchen Werken in welcher Weise und wie lange widmet - darüber macht man sich üblicherweise nicht so viel Gedanken. Bei Computerspielen gibt es aber in vielen Gemeinschaften dann doch oft noch die Notwendigkeit, sich als besonders wahrhaftiger Spieler zu definieren und sich so von anderen abzugrenzen. Wir wollen hier im Computerspielkränzchen FM4 Extraleben dem Prinzip des sogenannten “True Gamers” nachgehen und ergründen, warum eine eingeschränkte, homogene Idee von Videospielkultur der Vergangenheit angehört. Im umstürzlerischen Spielestudio sitzen Conny Lee, Rainer Sigl und Robert Glashüttner, und Anlass für diese Sendung war eine ziemlich ernüchternde Diskussion, die die letzten Wochen über die Spielepresse als auch die Social Media Kanäle beherrscht hat.

VGT goes GameStandard: Best of Indie September 2014

Die monatliche Kooperation mit dem GameStandard zeigt wieder ein Best-of der schönsten Indie-Games-News.

Eine Best-of-Kolumne hat die schöne Aufgabe, die Perlen zu präsentieren - und in den über zwei Jahren des Bestehens dieser speziellen Indie-Auslese hat sich diese Aufgabe nicht gerade vereinfacht. Nicht nur, dass sozusagen die Tauchgründe enorm gewachsen sind - es gibt wohl heute mehr Indie-Spiele als je zuvor -, sondern auch die Qualität der unabhängig produzierten Titel hat sich rasant verbessert. Waren Indie-Spiele früher in der Regel das Werk von Einzelkämpfern in ihren sprichwörtlichen Bastelkellern, so hat sich die gesamte Gamesbranche grundlegend gewandelt: Mehr und mehr große Publisher setzen auf das aus dem Kino bekannte Blockbustermodell, beschränken sich auf wenige, richtig große Spiele und haben den eigenen Mittelbau im Gegenzug radikal abgebaut. 

subotron Herbst 2014

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Gameskultur im Wiener Museumsquartier: Wiens Nervenzentrum für Spielerisches subotron hat wieder eine interessante Reihe an Veranstaltungen auf dem Programm. Und schon diesen Freitag gibt sich Ciprian David die Ehre und plaudert mit mir über Spiel und Film!

26.09.14, 19h
SUBOTRON arcademy

Videogames kill the Moviestar?

Film und Videospiel übernehmen Zeichen voneinander und kommen sich dabei immer näher. Wie geht ein Medium mit der Erfahrung des anderen um? Verarmen oder bereichern sich die Medien gegenseitig, wenn sie konvergieren? Vortrag und Diskussion mit Ciprian David (negativ-film, Mainz) und Rainer Sigl (videogametourism).

Inderst legt nahe 20092014

Rudolf Inderst kennt alle Ecken des Internets und nennt uns einmal wöchentlich drei lohnende Destinationen.

<--break->Bitte bleiben Sie empathisch!

Die GDC ist aufgrund ihrer Preispolitik durchaus eine etwas exklusivere Veranstaltung. Allerdings gibt es online auch so manchen Talk für lau zu sehen. Einen möchte ich der geneigten Leserschaft heute ans Herz legen: „Empathetic Games Are Here to Stay! What's Next?“ von Vander Caballero. „Having had the chance to step away from the development machine, I created an emotional journey, Papo & Yo, which unknowingly helped shape what is known as empathetic games.“ Viel Spaß beim Lauschen.

Postkarte von Agata: Nicke mit dem Beat

 

Agata Góralczyk ist als Langzeitreisende in virtuellen Welten unterwegs. Einmal im Monat schickt sie uns eine Postkarte - diesmal aus Elite Beat Agents.

Lieber Rainer,

 

Commander Kahn meldet sich gerade wieder. "OK men. I'm gonna brief you on the basics of your mission. Don't let me down. Good luck. Agents are GO!"

Agent "Spin" mit seinen massigen Kopfhörern auf den Ohren springt in die Agentenlimousine und ich schnell hinterher. Agent "Spin" ist im Gegensatz zu Agent "J" zwar der entspanntere hier, trotzdem gibt es keine Zeit zu verlieren. Jemand hat um Hilfe gerufen und wir sind unterwegs, ausgerüstet mit der Kraft der Musik und der Macht des Beats.